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Melissa Bahar Esin – Center Managerin über Karriere, Mutterschaft und den Spagat zwischen zwei Kulturen
VEPUS MAGAZIN BEGRÜSST MARIO HINTERMAYER
Melissa Bahar Esin wurde als Fachkraft aus der Türkei nach Deutschland abgeworben – und mit ihr eine Karriere, die Stationen in Stuttgart, Nürnberg, Flensburg und schließlich München durchlief. Heute leitet sie ein Einkaufszentrum im Center Management und ist damit sowohl in der Türkei als auch in Deutschland tief in ihrem Fachgebiet, der Immobilien- und Centerbranche, verwurzelt.
Doch ihr Weg war kein geradliniger: Als Frau und Mutter mit Vollzeitkarriere erlebte sie in Deutschland gesellschaftliche Erwartungen, die sie aus der Türkei so nicht kannte. In diesem Gespräch mit Vepus Magazine erzählt sie, wie sie sich zwischen zwei Kulturen, zwei Rollenbildern und zwei Arbeitswelten behauptet hat – nicht nur für sich selbst, sondern als Vorbild für ihre Tochter.

Wer ist Melissa Bahar Esin?
Alter/Herkunft: 40 Jahre, geboren in Istanbul, Türkei
Ausbildung: Österreichisches Gymnasium in Istanbul, Studium der Germanistik
Berufserfahrung Türkei: Einstieg bei ECE (Immobilienunternehmen der OTTO Gruppe), anschließend bei einem niederländischen Unternehmen in der Türkei
Weg nach Deutschland: Als gefragte Fachkraft nach Deutschland abgeworben; berufliche Stationen in Stuttgart, Nürnberg, Flensburg und München
Aktuelle Position: Leitung eines Einkaufszentrums (Center Management) in München
Weitere Stationen: Tätigkeit als Sprachlehrerin und Leiterin einer Sprachschule
Lebensmittelpunkt: München, seit zehn Jahren in Deutschland.
Melissa Bahar Esin schildert, wie unterschiedlich gesellschaftliche Anerkennung in der Türkei und in Deutschland funktioniert und wie sich ihr Selbstverständnis als Fachkraft durch den Wechsel veränderte.
Ein überraschender Blick: In ihrem männerdominierten Berufsfeld erlebte sie in der Türkei mehr Augenhöhe zwischen den Geschlechtern als in Deutschland – ein Perspektivwechsel, der zum Nachdenken anregt.
Am Ende des Gesprächs wird klar: Ihr Engagement ist auch eine bewusste Botschaft an ihre Tochter dass Unabhängigkeit, Arbeit und Mutterschaft zusammenpassen.
„Persönliche Prioritäten setzen und dementsprechend handeln und bloß nicht die gesellschaftlichen Werte über die eigenen Werte platzieren!"
„Ich sehe mich da auch als Kulturbotschafterin, weil ich mittlerweile die deutsche und die türkische Kultur sehr gut kenne."
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